18. Mai 2008

MySpace, wir müssen uns trennen.

Ja, auch ich bewege mich im sogenannten “Social Network”. So z. B. im meinvz.net, bei lokalisten.de und bis gerade in myspace.de und gebe mich der Gefahr hin, von aktuellen/zukünftigen Chefs “auspioniert” zu werden, Identitätsdiebstahl erleiden zu müssen, Datensammlern & Co. auf den Leim zu gehen… Doch auf die vielfältigen Gefahren will ich gerade mal nicht eingehen.

Warum aber trotz Gefahr “sozial vernetzt”? Ganz einfach, um mit Leuten im Kontakt zu bleiben, evtl. frühere Bekannte wieder zu finden oder auch neue interessante Bekanntschaften zu schließen. Auch etwas um up-to-date zu bleiben und einfach mal mitreden zu können. Ich finde, es macht auch durchaus Spaß, sich über solche Netzwerke austauschen zu können.

Problematisch ist es meiner Meinung jedoch, es jedem Recht zu machen, wie so oft im Leben. Die Vielzahl an Angeboten macht es unmöglich, alle Freunde unter einen Hut / unter ein Netzwerk zu bekommen und die Profile auf zig Websiten aktuell zu halten artet dann doch irgendwann in Arbeit aus.

MySpace hat mich heute aber nun endlich davon überzeugt, eines meiner Profile zum Mond zu schießen. Die Möglichkeit, dass eigene Profil mit HTML und CSS aufzumöbeln finde ich ja eigentlich nicht mal schlecht, auch wenn ich es nie gemacht habe. Aber wie so oft im Leben übertreiben die Menschen es mit ihren Freiheiten gerne. Einige Profile die ich sehen konnte, haben mir des öfteren vor Augen gehalten, dass an dem Satz “Weniger ist mehr.” auf jeden Fall was dran ist.

Was aber noch schlimmer war als die teilweise grauenhaften HTML/CSS-Künste der Profil-Verantwortlichen, waren eben diese Verantwortlichen selbst. Man bekommt so viele Anfragen von Leuten mit denen man keinerlei Verbindung hat. Es muss ja nicht jeder neue “Freund” ein Freund aus dem wirklichen Leben sein, aber kleine Gemeinsamkeiten wie Alter, Interessen, soziale Gruppenzugehörigkeit usw. sollten doch wohl nicht zu viel verlangt sein. Auch eine kleine Nachricht, warum man denn gerne “Freund” werden will, wäre auch nicht schlecht. Alles Fehlanzeige bei MySpace. So wird man zugeschüttet mit Freundschafts-Anfragen und ist nur mit ablehnen beschäftigt.

Den “Profil löschen”-Link habe ich wohl in meiner ganzen MySpace-Zeit am schnellsten von allen gesuchten Funktionen gefunden. Ach, über die Unübersichtlichkeit der MySpace-Bedienung habe ich mich ja gerade gar nicht ausgelassen.

Nun ja, jetzt auch egal. Eigentlich wollte ich ja nur sagen: “Ade MySpace.”



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  1. [...] war ich eingeloggt und hab mich über die übersichtliche Bedienung gefreut. Nach meinen schlechten Erfahrungen mit MySpace war der erste Schritt für eine positive Twitter-Meinung meinerseits schon mal [...]


2 Kommentare zu »MySpace, wir müssen uns trennen.«


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