Google Chrome – Mein Fazit
So, nun ist es schon etwas her, dass ich den neuen Browser installiert habe. In der Zwischenzeit habe ich ihn auch für meine “Alltagsgeschäfte” “missbraucht” und nebenbei noch ein bischen Meinungen von anderen Bloggern & Co. gelesen.
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Ein negativer Aspekt ist natürlich die “Datensammlerei” von Google, die natürlich über den Google Chrome noch weiter unterstützt wird. Robert Basic hat sich die Eula von Google komplett durchgelesen und die Absätze, in denen klipp und klar steht, das Chrome Daten an Google sendet, herauskopiert. Ebenfalls einen sehr kritischen Blick auf diese Teil des Browser wird unter “Blogs optimieren” geworfen. Das der Browser das macht, war mir schon klar. Was ich mich aber in diesem Punkt immer frage ist, “Machen das die anderen Browser nicht?” und “Was genau machen die mit meinen Daten?”.
Einige wichtige Anhaltspunkte hab ich der Kommentardiskussion eines heise-Artikels gefunden. Chrome scheint sich in jeder Ecke die Windows bietet sich einzunisten. Sei es beim Systemstart, bei den geplanten Tasks in den eigenen Dateien etc. (Post von nutshel42).
Des Weiteren scheint der Browser entgegen der Wünsche von Nutzern fleißig Daten herauszusenden. (Post von Sarcan). Weiterhin scheint Chrome private Daten wie z. B. E-Mail Adressen zu senden. (Post von Dayi & Bestätigung von Bibbl)
Ich weiß nicht ob das stimmt oder nicht. Doch die Möglichkeit ist auf jeden Fall beängstigend. Ich selbst habe keine Datenströme von Chrome etc. durchsucht, allerdings hat mein Browser vor kurzem ebenfalls eine etwas seltsame Anfrage starten wollen. Und zwar wollte er auf den mail-Server meiner Domain zugreifen, zumindest hat mir das meine Firewall gemeldet. Meine Mails rufe ich jedoch ausschließlich mit Thunderbird ab. Ich weiß noch nicht mal, wie er an den Namen des Servers kommt, es sei denn, er durchsucht meine Programme, z. B. meinen Thunderbird.
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Was ich in diesem Zusammenhang ganz besonders schlimm finde ist folgender Auszug aus der EULA:
11. Inhaltslizenzierung von Ihnen
11.1 Das Urheberrecht sowie sämtliche anderen Rechte, die Sie hinsichtlich Ihrer mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte bereits besitzen, verbleiben in Ihrem Besitz. Durch das Übermitteln, Einstellen oder Anzeigen von Inhalten erteilen Sie Google eine unbefristete, unwiderrufliche, weltweit gültige, unentgeltliche und nicht exklusive Lizenz zum Vervielfältigen, Anpassen, Modifizieren, Übersetzen, Veröffentlichen, zum öffentlichen Darstellen und Anzeigen sowie zum Vertreiben sämtlicher mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte. Diese Lizenz dient einzig dem Zweck, Google das Anzeigen, Vertreiben und Bewerben der Services zu ermöglichen, und kann gemäß den sonstigen Bedingungen des jeweiligen Service jederzeit wieder entzogen werden.
11.2 Sie erkennen an, dass diese Lizenz Google dazu berechtigt, die Inhalte anderen Unternehmen, Organisationen oder Personen zugänglich zu machen, die mit Google zum Zweck der Bereitstellung syndizierter Services zusammenarbeiten, sowie die Inhalte im Rahmen der Bereitstellung solcher Services zu nutzen.
11.3 Sie erkennen an, dass Google im Zuge der technischen Schritte, die zum Bereitstellen der Services für deren Nutzer erforderlich sind, dazu berechtigt ist, (a) Ihre Inhalte über mehrere öffentliche Netzwerke und verschiedene Medien zu übermitteln und zu vertreiben und (b) Änderungen an Ihren Inhalten vorzunehmen, die erforderlich sind, damit die Inhalte den technischen Anforderungen der angeschlossenen Netzwerke, Geräte, Services oder Medien entsprechen. Sie stimmen zu, dass Google durch diese Lizenz die Berechtigung zum Durchführen dieser Aktionen erteilt wird.
11.4 Sie versichern gegenüber Google, dass Sie über alle erforderlichen Rechte, Befugnisse und Vollmachten verfügen, die weiter oben genannte Lizenz zu vergeben.
Ähm… Hallo?!? Heißt das, wenn ich eine Website erstelle, diese mit dem Chrome teste, gebe ich die Inhalte direkt an Google weiter die damit machen können was sie wollen???
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Ein Vorteil des Chrome soll die geringere Speichernutzung sein. Nun hatte ich auch selbst die Gelegeneheit das zu testen. Ich habe Google Chrome und Firefox3 paralell laufen lassen und beide mit ungefähr gleich vielen Tabs gefüttert und immer mal wieder einen Blick in den Task Manager geworfen.
Aufzeichnungen:
Nach einer Stunde: je 7 Tabs – Firefox 95 MB – Chrome 150 MB (5 Prozesse)
Nach zwei Stunden: je ca. 12 Tabs – Firefox 150 MB – Chrome 148 MB (9 Prozesse)
Nach sieben Stunden: je 1 Tab – Firefox 155 MB – Chrome 34 (2 Prozesse)
Also diese Seite an Chrome gefällt mir. Allerdings hat mein Rechner nund auch nicht wirklich die Probleme mit meiner exzessiven Tab-Nutzung mit Firefox. Von daher ist das im Grunde auch kein großer Vorteil für mich.
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Absturzsicherheit bzw. Verhinderung des kompletten Absturz des Browsers. Hm.. Ich surfe immer mit sehr sehr vielen Tabs gleichzeitig und da ist es natürlich sehr ärgerlich wenn der Browser sich verabschiedet. Ich muss jedoch sagen, das kommt relativ selten vor. Dennoch ist es mir vor kurzem wieder mit meinem Firefox3 passiert. Ohne erkennbaren Grund kam eine “Entschuldigung” des Browsers mit der Info er ist beendet worden aufgrund eines Fehlers. Nun gut, Firefox wieder gestartet, Tabs wieder hergestellt und gut wars.
Also diese Feature von Chrome ist für mich noch kein Nutzungsgrund.
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Ein weiterer Aspekt ist die Geschwindigkeit des Browsers. Hier kann ich persönlcih sagen, das er “gefühlt” auf jeden Fall schneller ist. In Sachen JavaScript gibt es einen V8 Benchmark Test. Das Ergebnis ist ein Zahlenwert, dessen Grundwert bei 100 liegt. Mein Firefox erzielt die Wertung 193, Chrome jedoch schafft es auf 1563. “Bigger is better”.
Ob dieses Verhalten einen großen Nutzen für mich bringen würde, kann ich nicht beurteilen. Meist wird die Leistung meines “Internets” durch die langsam DSL-Verbindung gemindert, ich bin es also gewohnt zu warten.
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Mein Fazit:
Mit Sicherheit gibt es noch 1000 weiteres Aspekte die zu beachten wären. Ich hab hier nur einige rausgegriffen und ziehe nun daraus mein Fazit. Ich werden Browser nicht benutzen. Er wird zwar vorerst installiert bleiben (falls man ihn überhaubt deinstallieren könnte wenn man will), aber er wird nicht zum Einsatz kommen. Behalten werde ich ihn lediglich zu Testzwecken und dabei verbiete ich ihm die Verbindung zum Internet.
Die Entscheidung ziehe ich vorallem aus 3 Punkten:
1. Ich mag die Datensammler und -senderei des Browsers nicht
2. Ich mag die EULA nicht
3. Ich mag nicht auf meine Firefox-Addons verzichten.
So!
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